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Es werden Posts vom Mai, 2026 angezeigt.

7. Ostersonntag - Lj. A

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Liebe Schwestern und Brüder! „Das ist einfach herrlich!“ - „Was für ein herrlicher Tag!“ - „Eine herrliche Aussicht!“ Wir sagen das ganz spontan. Wenn uns etwas tief berührt. Wenn wir staunen. Wenn wir Freude empfinden. Wenn wir spüren: Da ist etwas Schönes, etwas Großes, etwas, das über den Alltag hinausweist. „Herrlich“ – das ist ein Wort voller Licht und Freude. Und genau dieses Wort begegnet uns heute im Evangelium. Jesus spricht kurz vor seinem Leiden sein großes Abschiedsgebet zum Vater. Und darin sagt er: „Vater, verherrliche deinen Sohn … Ich habe dich auf der Erde verherrlicht; jetzt verherrliche du mich.“ Immer wieder hören wir dieses Wort: Herrlichkeit. Verherrlichen. Im griechischen Urtext steht dafür das Wort doxa . Ein sehr reiches Wort. Es bedeutet nicht nur äußeren Glanz oder Ruhm. Doxa meint die göttliche Herrlichkeit, die Gegenwart Gottes, sein Licht, seine Größe, seine Schönheit, seine Wahrheit. Dort, wo Gottes doxa aufstrahlt, dort wird etwas vom Him...

6. Ostersonntag - Lj. A (Muttertag)

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Liebe Brüder und Schwestern! Der heutige Sonntag stellt uns eine einfache und zugleich unbequeme Frage: Woran sieht man eigentlich einem Christen seine Hoffnung an? Im ersten Petrusbrief haben wir gehört: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.“ (1 Petr 3,15) Dieser Satz wird oft zitiert. Aber meistens überhören wir die Voraussetzung, die darin steckt. Denn warum sollte überhaupt jemand fragen? Warum sollte jemand auf die Idee kommen, mich nach meiner Hoffnung zu fragen? Offenbar deshalb, weil man sie mir ansieht. Weil da etwas spürbar ist. Weil ein Mensch anders lebt, anders spricht, anders mit Schwierigkeiten umgeht. Vielleicht kennen Sie das berühmte Wort von Friedrich Nietzsche: „Die Christen müssten mir erlöster aussehen, damit ich an den Erlöser glauben könnte“. So spöttisch dieser Satz gemeint war – ganz unrecht hat er vielleicht nicht. Denn manch...