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Es werden Posts vom 2026 angezeigt.

7. Ostersonntag - Lj. A

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Liebe Schwestern und Brüder! „Das ist einfach herrlich!“ - „Was für ein herrlicher Tag!“ - „Eine herrliche Aussicht!“ Wir sagen das ganz spontan. Wenn uns etwas tief berührt. Wenn wir staunen. Wenn wir Freude empfinden. Wenn wir spüren: Da ist etwas Schönes, etwas Großes, etwas, das über den Alltag hinausweist. „Herrlich“ – das ist ein Wort voller Licht und Freude. Und genau dieses Wort begegnet uns heute im Evangelium. Jesus spricht kurz vor seinem Leiden sein großes Abschiedsgebet zum Vater. Und darin sagt er: „Vater, verherrliche deinen Sohn … Ich habe dich auf der Erde verherrlicht; jetzt verherrliche du mich.“ Immer wieder hören wir dieses Wort: Herrlichkeit. Verherrlichen. Im griechischen Urtext steht dafür das Wort doxa . Ein sehr reiches Wort. Es bedeutet nicht nur äußeren Glanz oder Ruhm. Doxa meint die göttliche Herrlichkeit, die Gegenwart Gottes, sein Licht, seine Größe, seine Schönheit, seine Wahrheit. Dort, wo Gottes doxa aufstrahlt, dort wird etwas vom Him...

6. Ostersonntag - Lj. A (Muttertag)

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Liebe Brüder und Schwestern! Der heutige Sonntag stellt uns eine einfache und zugleich unbequeme Frage: Woran sieht man eigentlich einem Christen seine Hoffnung an? Im ersten Petrusbrief haben wir gehört: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.“ (1 Petr 3,15) Dieser Satz wird oft zitiert. Aber meistens überhören wir die Voraussetzung, die darin steckt. Denn warum sollte überhaupt jemand fragen? Warum sollte jemand auf die Idee kommen, mich nach meiner Hoffnung zu fragen? Offenbar deshalb, weil man sie mir ansieht. Weil da etwas spürbar ist. Weil ein Mensch anders lebt, anders spricht, anders mit Schwierigkeiten umgeht. Vielleicht kennen Sie das berühmte Wort von Friedrich Nietzsche: „Die Christen müssten mir erlöster aussehen, damit ich an den Erlöser glauben könnte“. So spöttisch dieser Satz gemeint war – ganz unrecht hat er vielleicht nicht. Denn manch...

5. Ostersonntag - Lj. A

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Liebe Brüder und Schwestern! „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Ein Satz, den wir oft gehört haben; vielleicht so oft, dass er uns gar nicht mehr überrascht. Und doch: Wenn man ihn ernst nimmt, ist er ungeheuer kühn. Jesus sagt nicht: Ich zeige euch einen Weg. Er sagt nicht: Ich lehre euch die Wahrheit. Er sagt nicht: Ich bringe euch Leben. Er sagt: Ich bin . Drei Worte - Weg, Wahrheit, Leben - und jedes öffnet eine eigene Welt. 1. „Ich bin der Weg“ Ein Weg ist etwas, auf dem man geht. Einen Weg zu gehen, setzt Bewegung voraus. Wer auf einem Weg ist, der ist unterwegs, der ist noch nicht angekommen. Vielleicht kennen wir das: Man steht an einer Weggabelung im Leben - eine Entscheidung, eine Unsicherheit, ein offenes Wohin. Und dann wünscht man sich oft einen klaren Plan, eine Karte, eine sichere Anleitung. Aber Jesus gibt keinen Plan. Er gibt sich selbst. Das heißt: Christsein ist nicht zuerst ein System von Regeln oder ein fertiges Konzept. Es ist Unterweg...

1. Mai 2026 - Josef der Arbeiter, Übergabe der Firmkarten

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  Liebe Firmlinge, liebe Brüder und Schwestern! „Komm, wir bringen die Welt zum Leuchten“ – so war eure Firmvorbereitung in diesem Jahr überschrieben. Eine starke Idee. Aber ich möchte gleich auf den Punkt kommen und ganz ehrlich fragen: Wie bringt man die Welt zum Leuchten? Viele denken vielleicht: durch große Taten, durch besondere Auftritte, durch Worte, die alle hören. Aber der heutige Gedenktag führt uns einen anderen Weg vor Augen - den Weg des hl. Josef. Josef von Nazaret steht nicht im Rampenlicht. Kein einziges Wort von ihm ist in der Bibel überliefert. Und doch: Sein Leben leuchtet. Warum? Weil er treu gewesen ist in dem, was ihm anvertraut war. Weil er seine Arbeit getan hat - sorgfältig, verlässlich, im Vertrauen auf Gott. Die Lesung aus dem Kolosserbrief bringt es auf den Punkt: „Tut eure Arbeit gern, als wäre sie für den Herrn“ - Das ist der Schlüssel: Die Welt beginnt dort zu leuchten, wo Menschen das, was sie tun, mit Herz tun. Nicht halb-herzig, nich...

Fr d. 4. Osterwoche - Berufungswallfahrt Sonntagberg

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Liebe Wallfahrer, liebe Brüder und Schwestern! Ich lese Ihnen jetzt ein paar Zitate vor und Sie überlegen sich bitte, ob Ihnen diese Zitate bekannt vorkommen bzw. ob Sie sie heute in der Messe schon gehört haben: "Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen." (Apg 2,32) "Du gibst deinen Frommen nicht der Verwesung preis." (Apg 2,27) "Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Christus gemacht." (Apg 2,36) Und für alle, die sich jetzt denken: Klar, das haben wir vorhin in der Lesung in der Predigt des hl. Paulus gehört - Ich muss Sie enttäuschen: Diese Sätze stammen aus einer anderen Predigt, einige Kapitel früher in der Apostelgeschichte. Sie sind nicht aus der Predigt des Paulus, sondern aus der Pfingstpredigt des Petrus. Trotzdem haben Sie nicht unrecht, denn ich habe bewusst Sätze ausgesucht, die ganz ähnlich sowohl von Petrus als auch später von Paulus gesagt werden. Es sind gleiche Gedanken, ähnliche...

4. Ostersonntag - Lj. A

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Liebe Brüder und Schwestern im Herrn! In den vergangenen Tagen und Wochen konnte man in den Medien eine ungewöhnliche Auseinandersetzung verfolgen: zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Papst Leo XIV. Da fielen starke Worte. Trump, wie man ihn kennt, politisch zugespitzt. Und Papst Leo hat darauf nur sinngemäß geantwortet: „Ich bin kein Politiker, sondern ich verkünde das Evangelium.“ Ein Satz, der zunächst vielleicht ausweichend klingt. Man könnte denken: Warum sagt er nichts Konkretes, Inhaltliches auf die Anschuldigungen Trumps? Warum wehrt er sich nicht? Warum holt er nicht zum Gegenschlag aus? Und doch steckt darin eine tiefe Wahrheit. Wenn wir heute in die zweite Lesung schauen – aus dem ersten Petrusbrief –, dann scheint sie auf den ersten Blick gar nichts mit solchen Fragen zu tun zu haben. Im Kontext, der in der Lesung im Gottesdienst ausgelassen wird, geht es um ein Thema, das uns heute fremd ist: Die heutige Lesung ist eine Mahnrede an Sklaven, unfreie Menschen, die C...

3. Ostersonntag - Lj. A (mit Vorstellung der Symbolik des geplanten neuen Ambo in Weistrach)

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Liebe Brüder und Schwestern! Heute steht uns in unserer Pfarrkirche dieser Stein vor Augen. Es ist kein glatter, kein einheitlicher Stein, sondern ein Konglomerat: viele Stücke, viele Einschlüsse, unterschiedliche Formen, Farben, Brüche. Nichts daran ist vollkommen gleichmäßig. Da sind Kanten, Ausbuchtungen, Löcher, Spannungen im Material. - Und genau dieser Stein ist vorgesehen für den neuen Ambo, für den Ort der Verkündigung der Frohen Botschaft in unserer Pfarrkirche. Viele haben sich diesen Stein in den letzten Tagen angesehen. Manche haben gesagt: Das passt doch nicht zum Altar oder zur Kirche . Andere sind einfach überrascht gewesen. Und vielleicht ist es Ihnen ähnlich gegangen. Man bleibt an diesem Stein hängen. Er ist nicht selbstverständlich. - Und ich meine: Genau darin kann auch seine Stärke liegen. Schauen wir auf das heutige Evangelium: Die Jünger sind am See. Sie tun das, was sie kennen: sie gehen fischen. Dann steht da einer am Ufer, den sie nicht erkennen: Jesus, der Au...

Osternacht - Lesejahr A

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Liebe Brüder und Schwestern! In der Osternacht beginnt alles im Dunkel. Die Kirche ist finster. Vielleicht spüren wir etwas von der Finsternis, von der Ungewissheit, von der Leere, die auch die Jünger nach dem Tod Jesu erlebt haben: Jetzt ist alles aus! Doch dann wird die Osterkerze am Feuer entzündet und in die Kirche gebracht. Dieses Licht ist Christus, der Auferstandene! Und mitten hinein in diese sinnenfällige Darstellung des Ostergeschehens hören wir das Osterevangelium. Wir hören vom Auftrag des Auferstandenen an die Frauen: Geht zu meinen Brüdern und sagt ihnen, dass sie mich in Galiläa treffen sollen. Liebe Brüder und Schwestern! Galiläa ist kein zufälliger Ort. Dort hat alles begonnen. Dort hat Jesus die Jünger zum ersten Mal gerufen. Dort haben sie seine Worte gehört, seine Nähe gespürt, ihr Leben neu ausgerichtet. Galiläa ist der Ort der ersten Begegnung, der Ort, an dem ihr Glaube seinen Anfang genommen hat. Und jetzt, nach dem Karfreitag, nach Angst und Versagen, nach Dunk...

Karfreitag - Feier vom Leiden und Sterben Christi

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Liebe Brüder und Schwestern im Herrn! In der Leidensgeschichte hören wir ein ganz unscheinbares Wort Jesu, im griechischen Original ist es wirklich nur ein einziges Wort: διψῶ - "Ich habe Durst". Ein zutiefst menschliches Wort. Jesus leidet, sein Körper ist am Ende. Der Durst ist echt, er brennt in ihm und quält. - Und doch denkt der Evangelist Johannes, wenn er uns davon berichtet, sicher noch an mehr als an körperlichen Durst. Es ist ein Durst nach Leben, nach Liebe, nach dem Menschen - ja Jesus dürstet nach uns. Vor einigen Wochen haben wir gehört, wie Jesus zur Frau am Jakobsbrunnen sagt: Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben (vgl. Joh 4). Und später, bei der Brotvermehrung, wiederholt Jesus diese Zusage: Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten (vgl. Joh 6). Und nun hängt er selbst am Kreuz und sagt: "Mich dürstet". - Wie passt das zusammen? Vielleicht ist die Antwort ganz einfach die: Weil er ...

5. Fastensonntag - Lj. A (Pfarrverbandsreise nach Temeswar, hl. Messe mit der deutschen Gemeinde Josefstadt)

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  Liebe Brüder und Schwestern! In den vergangenen Tagen haben wir, eine Gruppe aus dem Pfarrverband St. Petrus im Mostviertel in der Diözese St. Pölten in Niederösterreich, uns zu Ihnen nach Temeswar und Umgebung auf den Weg gemacht. Am Mittwoch sind wir in Karlsburg und Hermannstadt gewesen; am Donnerstag, zum Fest des hl. Josef, haben wir eine Wallfahrt nach Maria Radna gemacht; am Freitag haben wir einige deutsche Dörfer besucht; gestern haben wir Temeswar besichtigt; morgen werden wir nach Großwardein fahren und dann, mit einem Zwischenstoppp in Esztergom, am Dienstag Abend wieder nach Hause kommen. Unsere Reise steht unter dem Motto: "Auf den Spuren der deutschen Minderheiten in Siebenbürgen und der Kulturhauptstadt Temeswar. Glaube erleben, Geschichte entdecken, Menschen begegnen" - ein Motto, das auch gut zu den heutigen Schriftlesungen passt. In der ersten Lesung ist vom Volk Israel die Rede, das wie tot ist, sodass Gott es aus seinen Gräbern herausholt. Gedacht ist a...

4. Fastensonntag - Lj. A

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  Liebe Brüder und Schwestern! Das Evangelium des heutigen Sonntags erzählt von einem Menschen, der von Geburt an blind war. Für ihn war die Welt immer dunkel. Er kannte kein Licht, keine Farben, keine Gesichter. Dann begegnet er Jesus. Jesus heilt ihn – und plötzlich beginnt seine Welt zu leuchten. Er kann sehen. Die Dunkelheit ist vorbei, und eine neue Welt tut sich vor ihm auf. Interessant ist aber, wie diese Geschichte weitergeht. Der Mann weiß zunächst gar nicht so genau, wer Jesus eigentlich ist. Auf die Fragen der Leute antwortet er nur: „Ein Mensch, der Jesus heißt, hat mich geheilt.“ Erst Schritt für Schritt erkennt er, wer ihm da begegnet ist. Am Ende begreift er: In diesem Jesus wirkt Gott selbst. Diese Geschichte hat auch mit unserem Leben zu tun. Natürlich sind die meisten von uns nicht blind. Wir sehen mit unseren Augen. Aber trotzdem kann es Dunkelheit in unserem Leben geben: wenn wir nicht mehr weiterwissen; wenn Sorgen uns bedrücken; wenn wir den Sinn in manchen Di...

4. Fastensonntag - Lj. A (mit Vorstellung der Firmlinge)

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  Liebe Brüder und Schwestern! Das Evangelium, das wir heute gehört haben, erzählt von einem Menschen, der von Geburt an blind war. Für ihn war die Welt immer dunkel. Er konnte kein Licht sehen, keine Farben, keine Gesichter. Und dann begegnet ihm Jesus. Jesus heilt ihn – und plötzlich beginnt seine Welt zu leuchten. Er kann sehen. Er sieht das Licht, die Menschen, die Welt um sich herum. Interessant ist dabei: Der Geheilte weiß zuerst gar nicht so genau, wer Jesus eigentlich ist. Auf die Frage der Leute sagt er nur: „Ein Mensch, der Jesus heißt, hat mich geheilt.“ Erst Schritt für Schritt begreift er, wer ihm da begegnet ist. Vielleicht ist das auch in unserem eigenen Leben manchmal so. Unsere Welt beginnt zu leuchten – und wir merken gar nicht sofort, dass Jesus dahintersteckt: Vielleicht durch einen Menschen, der uns Mut macht; vielleicht durch jemanden, der uns zuhört; vielleicht durch eine kleine Hilfe im richtigen Moment. Heute haben sich die Firmlinge unserer Pfarre vorgeste...

20. Februar 2026 - Vesper zum Pfarrverbandspatrozinium (Kathedra Petri)

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Lesung aus der Offenbarung des Johannes (Offb 1,9-11a.12-13.17-19; vgl. Weißer Sonntag C ) Liebe Brüder und Schwestern! In der Lesung aus der Offenbarung sagt der auferstandene Herr zu Johannes: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch siehe, ich lebe in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.“ Jesus Christus trägt die Schlüssel – er allein hat Macht über Leben und Tod, über Himmel und Ewigkeit. Und doch kennen wir in der Kirche noch einen, der mit Schlüsseln dargestellt wird: den heiligen Petrus. Die Statue, die wir heute segnen, zeigt ihn mit den Schlüsseln in der Hand. Diese Schlüssel hat er nicht aus eigener Kraft bekommen. Jesus selbst hat sie ihm anvertraut: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben.“ Petrus hat also Anteil am Schlüsselamt Jesu. Er soll Menschen den Zugang zu Gott öffnen. Vielleicht kennen Sie den Ausdruck „Schlüsselkinder“ – Kinder, denen die Eltern den Haustürschlüssel anvertrauen, weil sie ih...

21. Februar 2026 - Pfarrverbandspatrozinium (Kathedra Petri)

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  Liebe Brüder und Schwestern! In den Schriftlesungen dieser Festmesse ist immer wieder ein starkes Bild aufgetaucht: das Bild vom Hirten.  In der ersten Lesung aus dem Buch Ezechiel sagt Gott selbst: "Ich will meine Schafe suchen udn mich um sie kümmern ... ich will sie auf gute Weide führen". Gott ist der eigentliche Hirte seines Volkes. Er sorgt sich um die Verirrten, verbindet die Verletzten, stärkt die Schwachen. Leitung - auch in der Kirche - beginnt also nicht bei menschlicher Macht, sondern bei Gottes Sorge um die Menschen. Der Antwortpsalm greift dieses Vertrauen auf, wenn er mit den wahrscheinlich bekanntesten Psalmversen bekennt: "Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen". Im Evangelium hören wir die Worte Jesu an Petrus: "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen". Petrus bekommt Verantwortung - aber nicht, weil er perfekt wäre, sondern weil er glaubt. Und in der Lesung aus dem ersten Petrusbrief wird deutlich, w...

4. Sonntag i. Jkr. - Lj. A

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 Liebe Brüder und Schwestern im Herrn! Wann haben Sie das letzte Mal zu jemandem gesagt: „Herzlichen Glückwunsch!“? - Vielleicht erst vor Kurzem: zum Geburtstag, zur bestandenen Prüfung, zur Hochzeit, zur Geburt eines Kindes. Wir gratulieren, wenn etwas gelungen ist, wenn jemand etwas erreicht hat, wenn ein erfreuliches Ereignis eintritt - manchmal auch dann, wenn jemand einfach Glück hatte. Gratulieren heißt: Ich freue mich mit dir. Ich erkenne an, dass dir etwas Gutes widerfahren ist. Dein Leben ist an dieser Stelle reicher geworden. Unsere Glückwünsche haben fast immer mit positiven Umständen zu tun. Mit Stärke, Erfolg, Freude, Anerkennung. Und das ist gut so. Das gehört zum menschlichen Miteinander.  Doch heute hören wir im Evangelium von ganz anderen Glückwünschen. Jesus sagt nicht: Selig sind die Erfolgreichen, die Durchsetzungsstarken, die Bewunderten. Er sagt:  „Selig die Armen im Geiste. Selig die Trauernden. Selig die Sanftmütigen. Selig die, die hunge...

Erscheinung des Herrn 2026 - Abschluss des Hl. Jahres

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Liebe Brüder und Schwestern! Heute feiern wir das Fest der Erscheinung des Herrn - wie der Dreikönigstag eigentlich heißt. Wir denken an die Sterndeuter aus dem Osten, die sich auf den Weg gemacht haben. Ein Stern hat ihnen den Weg gezeigt - und am Ende haben sie zu Jesus hingefunden. Liebe Sternsinger! Heute seid besonders ihr angesprochen. Ihr seid in den letzten Tagen - wie die Sterndeuter - auf dem Weg gewesen: von Haus zu Haus, von Tür zu Tür. Ihr habt den Menschen den Segen Gottes gebracht und für Menschen in Not gesammelt. Euer Stern kann uns daran erinnern: Gott lässt uns nicht im Dunkeln. Gott schenkt uns sein Licht. Und damit sind wir schon bei einer ganz wichtigen Frage: Wer ist dieser Jesus, den die Sterndeuter gefunden haben, und von dem ihr den Menschen in diesen Tagen erzählt und gesungen habt? Er ist nicht nur ein besonderes Kind oder ein guter Mensch. Im Großen Glaubensbekenntnis sagen wir von ihm: Er ist "Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott". Dieser...