Posts

4. Fastensonntag - Lj. A

Bild
  Liebe Brüder und Schwestern! Das Evangelium des heutigen Sonntags erzählt von einem Menschen, der von Geburt an blind war. Für ihn war die Welt immer dunkel. Er kannte kein Licht, keine Farben, keine Gesichter. Dann begegnet er Jesus. Jesus heilt ihn – und plötzlich beginnt seine Welt zu leuchten. Er kann sehen. Die Dunkelheit ist vorbei, und eine neue Welt tut sich vor ihm auf. Interessant ist aber, wie diese Geschichte weitergeht. Der Mann weiß zunächst gar nicht so genau, wer Jesus eigentlich ist. Auf die Fragen der Leute antwortet er nur: „Ein Mensch, der Jesus heißt, hat mich geheilt.“ Erst Schritt für Schritt erkennt er, wer ihm da begegnet ist. Am Ende begreift er: In diesem Jesus wirkt Gott selbst. Diese Geschichte hat auch mit unserem Leben zu tun. Natürlich sind die meisten von uns nicht blind. Wir sehen mit unseren Augen. Aber trotzdem kann es Dunkelheit in unserem Leben geben: wenn wir nicht mehr weiterwissen; wenn Sorgen uns bedrücken; wenn wir den Sinn in manchen Di...

4. Fastensonntag - Lj. A (mit Vorstellung der Firmlinge)

Bild
  Liebe Brüder und Schwestern! Das Evangelium, das wir heute gehört haben, erzählt von einem Menschen, der von Geburt an blind war. Für ihn war die Welt immer dunkel. Er konnte kein Licht sehen, keine Farben, keine Gesichter. Und dann begegnet ihm Jesus. Jesus heilt ihn – und plötzlich beginnt seine Welt zu leuchten. Er kann sehen. Er sieht das Licht, die Menschen, die Welt um sich herum. Interessant ist dabei: Der Geheilte weiß zuerst gar nicht so genau, wer Jesus eigentlich ist. Auf die Frage der Leute sagt er nur: „Ein Mensch, der Jesus heißt, hat mich geheilt.“ Erst Schritt für Schritt begreift er, wer ihm da begegnet ist. Vielleicht ist das auch in unserem eigenen Leben manchmal so. Unsere Welt beginnt zu leuchten – und wir merken gar nicht sofort, dass Jesus dahintersteckt: Vielleicht durch einen Menschen, der uns Mut macht; vielleicht durch jemanden, der uns zuhört; vielleicht durch eine kleine Hilfe im richtigen Moment. Heute haben sich die Firmlinge unserer Pfarre vorgeste...

20. Februar 2026 - Vesper zum Pfarrverbandspatrozinium (Kathedra Petri)

Bild
Lesung aus der Offenbarung des Johannes (Offb 1,9-11a.12-13.17-19; vgl. Weißer Sonntag C ) Liebe Brüder und Schwestern! In der Lesung aus der Offenbarung sagt der auferstandene Herr zu Johannes: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch siehe, ich lebe in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.“ Jesus Christus trägt die Schlüssel – er allein hat Macht über Leben und Tod, über Himmel und Ewigkeit. Und doch kennen wir in der Kirche noch einen, der mit Schlüsseln dargestellt wird: den heiligen Petrus. Die Statue, die wir heute segnen, zeigt ihn mit den Schlüsseln in der Hand. Diese Schlüssel hat er nicht aus eigener Kraft bekommen. Jesus selbst hat sie ihm anvertraut: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben.“ Petrus hat also Anteil am Schlüsselamt Jesu. Er soll Menschen den Zugang zu Gott öffnen. Vielleicht kennen Sie den Ausdruck „Schlüsselkinder“ – Kinder, denen die Eltern den Haustürschlüssel anvertrauen, weil sie ih...

21. Februar 2026 - Pfarrverbandspatrozinium (Kathedra Petri)

Bild
  Liebe Brüder und Schwestern! In den Schriftlesungen dieser Festmesse ist immer wieder ein starkes Bild aufgetaucht: das Bild vom Hirten.  In der ersten Lesung aus dem Buch Ezechiel sagt Gott selbst: "Ich will meine Schafe suchen udn mich um sie kümmern ... ich will sie auf gute Weide führen". Gott ist der eigentliche Hirte seines Volkes. Er sorgt sich um die Verirrten, verbindet die Verletzten, stärkt die Schwachen. Leitung - auch in der Kirche - beginnt also nicht bei menschlicher Macht, sondern bei Gottes Sorge um die Menschen. Der Antwortpsalm greift dieses Vertrauen auf, wenn er mit den wahrscheinlich bekanntesten Psalmversen bekennt: "Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen". Im Evangelium hören wir die Worte Jesu an Petrus: "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen". Petrus bekommt Verantwortung - aber nicht, weil er perfekt wäre, sondern weil er glaubt. Und in der Lesung aus dem ersten Petrusbrief wird deutlich, w...

4. Sonntag i. Jkr. - Lj. A

Bild
 Liebe Brüder und Schwestern im Herrn! Wann haben Sie das letzte Mal zu jemandem gesagt: „Herzlichen Glückwunsch!“? - Vielleicht erst vor Kurzem: zum Geburtstag, zur bestandenen Prüfung, zur Hochzeit, zur Geburt eines Kindes. Wir gratulieren, wenn etwas gelungen ist, wenn jemand etwas erreicht hat, wenn ein erfreuliches Ereignis eintritt - manchmal auch dann, wenn jemand einfach Glück hatte. Gratulieren heißt: Ich freue mich mit dir. Ich erkenne an, dass dir etwas Gutes widerfahren ist. Dein Leben ist an dieser Stelle reicher geworden. Unsere Glückwünsche haben fast immer mit positiven Umständen zu tun. Mit Stärke, Erfolg, Freude, Anerkennung. Und das ist gut so. Das gehört zum menschlichen Miteinander.  Doch heute hören wir im Evangelium von ganz anderen Glückwünschen. Jesus sagt nicht: Selig sind die Erfolgreichen, die Durchsetzungsstarken, die Bewunderten. Er sagt:  „Selig die Armen im Geiste. Selig die Trauernden. Selig die Sanftmütigen. Selig die, die hunge...

Erscheinung des Herrn 2026 - Abschluss des Hl. Jahres

Bild
Liebe Brüder und Schwestern! Heute feiern wir das Fest der Erscheinung des Herrn - wie der Dreikönigstag eigentlich heißt. Wir denken an die Sterndeuter aus dem Osten, die sich auf den Weg gemacht haben. Ein Stern hat ihnen den Weg gezeigt - und am Ende haben sie zu Jesus hingefunden. Liebe Sternsinger! Heute seid besonders ihr angesprochen. Ihr seid in den letzten Tagen - wie die Sterndeuter - auf dem Weg gewesen: von Haus zu Haus, von Tür zu Tür. Ihr habt den Menschen den Segen Gottes gebracht und für Menschen in Not gesammelt. Euer Stern kann uns daran erinnern: Gott lässt uns nicht im Dunkeln. Gott schenkt uns sein Licht. Und damit sind wir schon bei einer ganz wichtigen Frage: Wer ist dieser Jesus, den die Sterndeuter gefunden haben, und von dem ihr den Menschen in diesen Tagen erzählt und gesungen habt? Er ist nicht nur ein besonderes Kind oder ein guter Mensch. Im Großen Glaubensbekenntnis sagen wir von ihm: Er ist "Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott". Dieser...

26.12. - Hl. Stephanus, Patrozinium in Weistrach

Bild
Liebe Mitbrüder im priesterlichen und diakonalen Dienst, liebe Brüder und Schwestern in Christus! Wenn wir den Festtag unseres Kirchenpatrons in Weistrach feiern, dann bin ich beim Durchschauen der Schrifttexte des heutigen Tages in einem Jahr, in dem wir unsere Kirche innen so schön renovieren konnten, bei dem Ausruf hängengeblieben, den der hl. Stephanus kurz vor seinem Tod tätigt: "Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen." "Ich sehe den Himmel offen" - was der hl. Stephanus bei seiner Hinrichtung erlebt, das wollten und wollen Kirchengebäude schon immer architektonisch umsetzen: ein Stück geöffneter Himmel sein. Im Barock, der in unserer Gegend oft anzutreffen ist, hat man das versucht, mit den großen barocken Altargemälden zu verdeutlichen. Sie sollten gleichsam Fenster sein, durch die wir in den Himmel blicken dürfen. Und in der älteren Gotik war es die Architektur des Gebäudes selbst, die in gewisser Leichtigkeit nach ob...