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20. Februar 2026 - Vesper zum Pfarrverbandspatrozinium (Kathedra Petri)

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Lesung aus der Offenbarung des Johannes (Offb 1,9-11a.12-13.17-19; vgl. Weißer Sonntag C ) Liebe Brüder und Schwestern! In der Lesung aus der Offenbarung sagt der auferstandene Herr zu Johannes: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch siehe, ich lebe in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.“ Jesus Christus trägt die Schlüssel – er allein hat Macht über Leben und Tod, über Himmel und Ewigkeit. Und doch kennen wir in der Kirche noch einen, der mit Schlüsseln dargestellt wird: den heiligen Petrus. Die Statue, die wir heute segnen, zeigt ihn mit den Schlüsseln in der Hand. Diese Schlüssel hat er nicht aus eigener Kraft bekommen. Jesus selbst hat sie ihm anvertraut: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben.“ Petrus hat also Anteil am Schlüsselamt Jesu. Er soll Menschen den Zugang zu Gott öffnen. Vielleicht kennen Sie den Ausdruck „Schlüsselkinder“ – Kinder, denen die Eltern den Haustürschlüssel anvertrauen, weil sie ih...

21. Februar 2026 - Pfarrverbandspatrozinium (Kathedra Petri)

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  Liebe Brüder und Schwestern! In den Schriftlesungen dieser Festmesse ist immer wieder ein starkes Bild aufgetaucht: das Bild vom Hirten.  In der ersten Lesung aus dem Buch Ezechiel sagt Gott selbst: "Ich will meine Schafe suchen udn mich um sie kümmern ... ich will sie auf gute Weide führen". Gott ist der eigentliche Hirte seines Volkes. Er sorgt sich um die Verirrten, verbindet die Verletzten, stärkt die Schwachen. Leitung - auch in der Kirche - beginnt also nicht bei menschlicher Macht, sondern bei Gottes Sorge um die Menschen. Der Antwortpsalm greift dieses Vertrauen auf, wenn er mit den wahrscheinlich bekanntesten Psalmversen bekennt: "Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen". Im Evangelium hören wir die Worte Jesu an Petrus: "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen". Petrus bekommt Verantwortung - aber nicht, weil er perfekt wäre, sondern weil er glaubt. Und in der Lesung aus dem ersten Petrusbrief wird deutlich, w...

4. Sonntag i. Jkr. - Lj. A

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 Liebe Brüder und Schwestern im Herrn! Wann haben Sie das letzte Mal zu jemandem gesagt: „Herzlichen Glückwunsch!“? - Vielleicht erst vor Kurzem: zum Geburtstag, zur bestandenen Prüfung, zur Hochzeit, zur Geburt eines Kindes. Wir gratulieren, wenn etwas gelungen ist, wenn jemand etwas erreicht hat, wenn ein erfreuliches Ereignis eintritt - manchmal auch dann, wenn jemand einfach Glück hatte. Gratulieren heißt: Ich freue mich mit dir. Ich erkenne an, dass dir etwas Gutes widerfahren ist. Dein Leben ist an dieser Stelle reicher geworden. Unsere Glückwünsche haben fast immer mit positiven Umständen zu tun. Mit Stärke, Erfolg, Freude, Anerkennung. Und das ist gut so. Das gehört zum menschlichen Miteinander.  Doch heute hören wir im Evangelium von ganz anderen Glückwünschen. Jesus sagt nicht: Selig sind die Erfolgreichen, die Durchsetzungsstarken, die Bewunderten. Er sagt:  „Selig die Armen im Geiste. Selig die Trauernden. Selig die Sanftmütigen. Selig die, die hunge...

Erscheinung des Herrn 2026 - Abschluss des Hl. Jahres

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Liebe Brüder und Schwestern! Heute feiern wir das Fest der Erscheinung des Herrn - wie der Dreikönigstag eigentlich heißt. Wir denken an die Sterndeuter aus dem Osten, die sich auf den Weg gemacht haben. Ein Stern hat ihnen den Weg gezeigt - und am Ende haben sie zu Jesus hingefunden. Liebe Sternsinger! Heute seid besonders ihr angesprochen. Ihr seid in den letzten Tagen - wie die Sterndeuter - auf dem Weg gewesen: von Haus zu Haus, von Tür zu Tür. Ihr habt den Menschen den Segen Gottes gebracht und für Menschen in Not gesammelt. Euer Stern kann uns daran erinnern: Gott lässt uns nicht im Dunkeln. Gott schenkt uns sein Licht. Und damit sind wir schon bei einer ganz wichtigen Frage: Wer ist dieser Jesus, den die Sterndeuter gefunden haben, und von dem ihr den Menschen in diesen Tagen erzählt und gesungen habt? Er ist nicht nur ein besonderes Kind oder ein guter Mensch. Im Großen Glaubensbekenntnis sagen wir von ihm: Er ist "Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott". Dieser...

26.12. - Hl. Stephanus, Patrozinium in Weistrach

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Liebe Mitbrüder im priesterlichen und diakonalen Dienst, liebe Brüder und Schwestern in Christus! Wenn wir den Festtag unseres Kirchenpatrons in Weistrach feiern, dann bin ich beim Durchschauen der Schrifttexte des heutigen Tages in einem Jahr, in dem wir unsere Kirche innen so schön renovieren konnten, bei dem Ausruf hängengeblieben, den der hl. Stephanus kurz vor seinem Tod tätigt: "Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen." "Ich sehe den Himmel offen" - was der hl. Stephanus bei seiner Hinrichtung erlebt, das wollten und wollen Kirchengebäude schon immer architektonisch umsetzen: ein Stück geöffneter Himmel sein. Im Barock, der in unserer Gegend oft anzutreffen ist, hat man das versucht, mit den großen barocken Altargemälden zu verdeutlichen. Sie sollten gleichsam Fenster sein, durch die wir in den Himmel blicken dürfen. Und in der älteren Gotik war es die Architektur des Gebäudes selbst, die in gewisser Leichtigkeit nach ob...

33. Sonntag i. Jkr. - Lj. C

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Liebe Brüder und Schwestern! Kriege, Unruhen, Auftreten von Völkern gegeneinander, Erdbeben, Seuchen, Hungersnöte, andere schreckliche Dinge - das sind Schlagworte aus dem heutigen Evangelium, aber es könnten auch Schlagzeilen aus den aktuellen Weltnachrichten sein. Nur drei Beispiele aus den gestrigen (15.11.2025) Meldungen auf orf.at: "Tote bei russischen Angriffen in Dnipro und Cherson" - da hätten wir die Kriege; "Streit um Taiwan: China [rät] von Reisen nach Japan ab" - Volk gegen Volk; "WHO meldet Marburg-Virus-Ausbruch in Äthiopien" - damit wäre das Thema Seuchen angeschnitten. Wenn wir in den Nachrichten solche Dinge lesen, von denen Jesus im Kontext seiner endzeitlichen Rede spricht, können wir die Frage stellen: Ist also das Ende der Welt nahe? Leben wir nicht genau in jener Endzeit, die Jesus beschreibt? Nun, solche und ähnliche schreckliche Dinge hat es immer, zu allen Zeiten, gegeben - und die Welt ist nicht untergegangen. Es gibt verschiedene...

Allerheiligen - Mit Einführung des Liedes "Für alle Heilgen in der Herrlichkeit"

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Zum Fest Allerheiligen wollen wir in unseren Pfarren das Lied "Für alle Heilgen in der Herrlichkeit" einführen - Gotteslob Nr. 548. 1. Strophe Unser Lied beginnt damit, dass Jesus gelobt wird, nämlich dafür, dass die Heiligen ihn in ihrem Leben hier auf Erden bezeugt haben. Die Heiligen als Zeugen Jesu, als solche, die anderen Menschen gegenüber wiedergeben, was sie mit ihm erlebt haben - ein Lebensprogramm, mit dem die Heiligen auch uns Vorbilder sein können. Jesus bezeugen: mit Worten - und noch viel mehr: mit Taten - ganz im Sinne der Seligpreisungen, die wir heute als Evangelium gehört haben.  Wir feiern die Heiligen, weil sie Menschen sind, die uns Vorbilder sein können, wie wir unseren Glauben leben sollen. Und es sind die verschiedensten Lebensentwürfe, die uns die Kirche in den Heiligen vorstellt: Arme, Reiche, Männer, Frauen, Junge, Alte, Priester, Bischöfe, Familienväter- und mütter, Ordensleute, Berufstätige, ... Wir könnten die Liste noch lange fortsetzen. Die Bot...