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Hl. Jakobus (solemnitas externa zum Patrozinium in Kürnberg)

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Liebe Brüder und Schwestern! Wenn man in diesen Wochen nach Kürnberg kommt, fällt sofort etwas auf: Unsere Kirche trägt ein Gerüst. Die Fassade wird renoviert. Es wird gereinigt, ausgebessert und erneuert. Das ist wichtig. Eine Kirche soll schön sein. Sie soll zeigen: Hier wohnt nicht irgendwer, sondern hier versammelt sich das Volk Gottes. Aber gerade diese Baustelle stellt uns heute auch eine vielleicht unbequeme Frage: Reicht eine schöne Fassade? Ich denke, die Antwort kennen wir alle. Ein Haus kann außen makellos aussehen und innen bereits Schäden haben. Umgekehrt kann ein Gebäude außen noch eingerüstet sein und innen voller Leben. Vielleicht ist das gerade ein schönes Bild für unser Patrozinium. Wir feiern heute den heiligen Jakobus. Im Evangelium begegnet er uns nicht gerade in seiner besten Stunde. Seine Mutter bittet Jesus um die Ehrenplätze: einer rechts, einer links von ihm. Es geht um Ansehen. Um einen guten Platz. Um das, was nach außen sichtbar ist. Jesus weist diese Bitte...

14. Sonntag i. Jkr. - Lj. A.

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Liebe Brüder und Schwestern! Ist Ihnen in der Liturgie schon einmal das kleine Wort "Komm!" aufgefallen? O Gott, komm  mir zu Hilfe - so heißt es in der Stundenliturgie; O komm,  o komm , Emanuel - so singen wir im Advent; Komm , Schöpfer Geist - rufen wir zu Pfingsten; Dein Reich komme  - beten wir im Vaterunser; Amen, komm, Herr Jesus - mit diesen Worten, die wahrscheinlich aus der frühchristlichen Liturgie stammen, endet das Neue Testament. Immer wieder sagen wir zu Gott: Komm! Komm zu uns! Steh du uns bei! Heute haben wir im Evangelium gehört, wie Gott uns darauf antwortet. In Jesus sagt er: " Kommt  alle zu mir!" - Es ist der gleiche Ruf, mit dem wir Gott um sein Kommen bitten, den er heute an uns richtet. Und eigentlich sind diese beiden rufe nur zwei Seiten derselben Wirklichkeit. Wir sagen zu Gott: Komm! Und Gott sagt zu uns: Kommt! - Wo sich diese beiden Bewegungen treffen, da entsteht Gemeinschaft mit Gott, dort realisiert sich unser Glaube als personales ...